Mittwoch, 28. Januar 2026

Meine Falterhighlights aus dem Jahr 2025 + Kurzgeschichten zum Bild


Für mich, als Schmetterlingsfotograf, ist der Winter immer eine gute Zeit um einen Rückblick auf die vergangene Makrosaison zu werfen.

Auch 2025 konnte ich so einige schöne Tagfalter fotografisch festhalten.

Hier zeige ich meine persönlichen Highlights, von 500 gemachten Aufnahmen habe ich mir 10 davon ausgesucht.

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                                                Das Nachtpfauenauge (Saturnia pavonia)

Auf diesen Fund bin ich ganz besonders stolz.

Ein so schönes und frisch geschlüpftes Exemplar auf der Wiese zu finden, bleibt ein unvergesslicher Moment für mich.

Mein Bruder hat mir vor Jahren ein totes Exemplar abfotografiert, ich habe mir daraufhin die Region rund um seinen Wohnort auf Google Maps angeschaut.

Eine große Wiese mit Baggersee stach mir dabei ins Auge, also ging ich jedes Jahr genau passend zur Flugzeit dieser Art dorthin und suchte.

Immer erfolglos, immer ohne Foto heim, immer 35km hin und wieder zurück, jahrelang.

Nach 5 Jahren hatte ich dann endlich Glück, unversehrt und mit noch geschlossenen Flügeln klammerte sich das Nachtpfauenauge im Gras fest.

Es schlüpfte mit großer Wahrscheinlichkeit in der Nacht zuvor, ich hatte also ein frisches Exemplar entdeckt und konnte es bei gutem Licht fotografieren.

Geduld zahlt sich aus.

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Aurorafalter (Anthocharis cardamines)

Die Aurorafalter läuten den Frühling ein, und somit auch die Faltersaison.

Ich habe hunderte Aufnahmen dieser Art, doch ein Foto mit leerer Puppenhülle fehlte mir noch.

Auch das hat 2025 geklappt und verdient den Platz in den Top 10.

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Schwalbenschwanz (Papilio machaon)

Ein seltener Gast auf den Wiesen, trotzdem finde ich den Schwalbenschwanz mindestens einmal jährlich irgendwo in Deutschland.

Diese Aufnahme zeigt das erste Sonnenlicht das den Hintergrund anstrahlt, mein Motiv schlummert noch friedlich.

Ein zweites Exemplar, ein paar Meter weiter, war schon sehr blass und strahlte nicht mehr so schön in seinen Farben wie jenes hier im Bild.

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Osterluzeifalter (Zerynthia polyxena)


                    Der Osterluzeifalter gilt in Deutschland als ausgestorben.                               
    Auf einer mir bekannten Wiese wurde diese Art aber wieder erfolgreich angesiedelt.
Ich schaue gerne zur Flugzeit vorbei und manchmal passt das Licht einfach.

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Magerrasen Perlmuttfalter (Boloria dia)


Ich hatte diese Art schon oft vor der Kamera, aber an diesem Morgen hat alles gepasst.
Windstille, die Vegetation war schön bunt und die Wiesen voller Falter.
Ich musste mich fast schon entscheiden welchen Falter ich fotografiere, eine Frage die   ich mir nur sehr selten stellen muss.  

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Mittlerer Perlmuttfalter (Fabriciana niobe)

Ein absolutes Zielmotiv war dieser Perlmuttfalter.

Ich musste viele Jahre warten, bis ich diese Art fotografieren konnte.

Fliegt nur noch in wenigen Gebieten verlässlich, ruht nachts eher im Wald statt auf der Wiese.

Ich konnte diese Art abends, bei letztem Licht, dicht am Waldrand finden.

Viele Exemplare flogen auch direkt in den Wald rein und suchten sich dort ihren Schlafplatz.

Ein relativ frisches, und auch sehr rotes, Weibchen diente mir am Morgen darauf als Motiv.

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Baumweißling (Aporia crataegi)


Ein Schwank aus der Eifel, dieses Jahr mehr Fluch als Segen.
Der 1. Trip fiel buchstäblich ins Wasser.
Der 2. Trip fiel krankheitsbedingt aus.
Der 3. Trip hat dann alles wieder gut gemacht.
Die schönen Baumweißlinge waren zahlreich auf den Wiesen zu finden, ich konnte bei bestem Licht meine Aufnahmen machen und war sehr zufrieden.

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Resedafalter (Pontia edusa)


Dieser Resedafalter bot mir eine gute halbe Stunde die Gelegenheit ein perfektes Bild zu machen.
Da es leider etwas windig war, konnte ich nicht immer saubere Fokus Stacks machen.
Für diese Aufnahme habe ich 15 Einzelbilder übereinander gelegt.

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Goldene Acht (Colias hyale)


Die Goldene Acht darf bei mir in keiner Top 10 fehlen.
Hier ist sie, bitteschön.

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Goldener Scheckenfalter (Euphydryas aurinia)


Die letzte und schönste Art ist E.aurinia.
Viele Male habe ich im Moor gesucht, oder auf den Wiesen im Kaiserstuhl.
Immer ohne Glück.
Endlich konnte ich ein Gebiet ausfindig machen mit einer stabilen Population.
Einzig ärgert mich die Tatsache, dass ich den Stack vorzeitig abgebrochen habe.
Die feinen Samen, vorne auf dem kleinen Wiesenknopf, verschwimmen leider in der Unschärfe.

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Ich bin gespannt was mich 2026 erwartet.

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Sebastian Morweiser 28.01.2026



















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